Gaby Rehnelt und ihr Vater Jakob Friedrich Zimmer, Rechtsausleger und "fellow traveller" des Nazismus

 

Vorspann zu den Dokumenten

 

Die Nachkommen von Jakob Friedrich Zimmer, allen voran die rabulistische Tochter Gaby Rehnelt, entfesselten einen Feldzug gegen den Professor Reimann und seine Arbeitsgruppe. Da die Zimmer-Familie und ihr „Pate“ Prof. Erwin Knauß in der Stadt Gießen gut vernetzt waren, konnten sie viele Hebel in Bewegung setzen. Allerdings wurden dadurch die Argumente, so es denn welche waren, nicht besser. Es wäre ein einfaches und eben dadurch auch schweres (aber menschlich anständi­ges) für die Familie gewesen zu sagen: Das, was wir erfahren haben, schmerzt uns sehr, aber es gab da auch noch eine andere Seite seines Lebens, seines späteren Lebens; auf diese möchten wir hinweisen. Nein, sie haben verleugnet und gelogen, verdreht, bagatellisiert, minimalisiert. Und wenn das nichts half, mußte Reimann herhalten, wurde der „Fall Zimmer“ zum „Fall Reimann“ ge­macht. Man erging sich in Haarspaltereien: Nein, Zimmer habe nicht auf einer gemeinsamen Veran­staltung von STAHLHELM und DNVP gesprochen, sondern nur im „Stahlhelmheim“ (vgl. Bismarck-Feier im Stahlheim, GA 4.4.1933) Das ist doch nun wirklich haarspalterischer Schwachsinn! Die Marschroute der Familie war: Das seien alles nur Aktionen eines „munteren rechten Studenten“ gewesen, der schon bald vernünftig wurde (so Rehnelt am 28.4.1989 im HR4).

 

Hier werden zur Illustration ein paar Beispiele dieses Feldzuges dokumentiert, aber es erfolgt keine inhaltliche Auseinandersetzung mit Zimmer & Co. Ich halte Gaby Rehnelt geb. Zimmer und ihren Freund, den mittlerweile verstorbenen Kommunisten Hans Adamo, in dieser Angelegenheit und diesen Debatten für intellektuell nicht zurech­nungsfähig. Es gibt psychoanalytisch in solchen Fällen, wo der Vater ganz offensichtlich seine Kinder völlig im unklaren gelassen hat über seine rechte Wühltätigkeit, die ihn schließlich 1933 zum Schulterschluß mit den Nazis führte, zwei Optionen und Möglichkeiten: Verleugnung oder Trauer/Auseinandersetzung. Die Zimmers haben den ersten Weg gewählt und sind auf dem Pfad der Verdrehungen, Lügen, Bösartigkeiten, Dummheiten gewandelt. Sie haben das Rechtsamt der Stadt Gießen, das die Erstellung des Ausstellungskatalogs supervidierte, mit ihren Einreden fast lahm gelegt. Sie haben sich an Osswald, Engisch, Hinz und Kunz gewandt, um ihren Vater, den rechtsradikalen Wegbereiter des Nazismus, zu salvieren. Sie wurden in ihren Aktionen und ‚Argu­menten’ unterstützt von einem großen Teil des Gießener Bürgertums und nahezu der ganzen Gie­ßener SPD (der CDU sowieso!), die nicht minder verlogen, bösartig und heruntergekommen wie die Familie agierten. Auch wenn die Verzweiflung groß gewesen sein mag (Gaby Rehnelt verstand sich als „Linke“!), rechtfertigte das nicht solche Gemeinheiten, die in diesem verkommenen politischen Sumpf um Knauß, OHG, CDU und Konsorten vielfach rezipiert, verstärkt, multipliziert wurden.

 

Bruno W. Reimann und die Mitglieder  der Arbeitsgruppe, die die erste Ausstellung zu diesem Thema aus eigener Kraft und mit nur wenigen Mitteln auf den Weg brachten und erstellten, waren in der Perspektive der Zimmer-Familie „jugendliche Geschichtsklitterer“, die sich „faschistischer Methoden“ bedien­ten.

 

Schamlos ist, daß solcher Dreck von Leuten kam, die durch die „Arisierung“ eines Hauses durch den Vater Jakob Friedrich Zimmer in der Bahnhofstr. 76  indirekt von der Judenverfolgung profitierten!